2011

Ein eindrucksvoller Tag für die Jagdhornbläserinnen und -bläser beim Landeskürwettbewerb in Eekholt


Bericht von Rolf Grothkopf
Bilder von Anke Mordhorst

„Tag der Sonne“ für die Jagdhornbläser und -bläserinnen aus Angeln und ihrer ambitionierten Leiterin Mandi-Rose Wargenau-Hahn aus Steinbergkirche.

Zum zweiten  Mal nach 2010 wurde der schleswig-holsteinische Landeswettbewerb der Jagdhorn- bläserinnen und –bläser am diesjährigen Muttertag, dem 08. Mai 2011, im Wildpark Eekholt ausgetragen.
Dieser hochsommerliche, etwas windige Sonntag stand für die Besucher des Wildparks unter dem Motto „Tag der Sonne“. Sie be-gleitete nicht nur über 14 Stunden die Besucherinnen und Besucher, sondern stand auch als „guter Stern“ den Jagdhornbläserinnen und -bläsern der Kreisgruppe Flensburg im Landesjagdverband SH als Patin zur Seite.

Frühes Aufstehen war angesagt, wurde doch der Wettbewerb bereits um 08:00 Uhr gestartet. Dazu musste spätestens um 07:00 Uhr in Steinbergkirche die Abfahrt klappen. Die erste Gruppe aus Angeln, „Angeliter Parforce“,  wurde in der Wertungsklasse „Es“ um 09:20 Uhr aufgerufen. Die frühe Startzeit sollte sich gelohnt haben; denn „Morgenstund’ hat Gold im Mund“, wie der Volksmund so schön sagt. Die Gruppe wurde Landesmeister mit insgesamt 334 Punkten vor den Gästegruppen Parforcehorncorps Hannover mit ebenfalls 334 Punkten und Bläsergruppe Feuchtwangen aus Bayern mit 331 Punkten. Zweite einheimische Gruppe wurde Lübeck mit 328 und dritte die Es-Horngruppe Hohenweststedt mit 308 Punkten.

Ebenfalls Landesmeister im Duo „Es“ wurden verdientermaßen Traudl Stoll und Mandi Rose Wargenau-Hahn der Gruppe „Angeliter Parforce“ mit einem grandiosen Vortrag, für den sie 351 Punkte einheimsen konnten. Mit gebührendem Abstand folgten die Duo Volker Krötz und Dr. Jörg Sellerbeck aus Lübeck mit 330 Punkten und Brigitte Richter und Wolfgang Mordhorst, ebenfalls von der Gruppe „Angeliter Parforce“ mit 327 Punkten.

Danach hatte die Gruppe „Streichmühle“ in der Wertungsklasse „G“ mit gemischten Hörnern in der Tonart „B“ ihren Auftritt.

Auch dieser Vortrag war überaus gelungen und wurde als viertbestes Ergebnis in dieser Klasse mit 351 Punkten bewertet. Erster wurde die Gruppe „Hohner Harde“ mit 360 Punkten, zweiter „Holm  Frischlinge und Überläufer“ aus Pinneberg mit 358 Punkten und dritter das Bläsercorps „Südtondern“ mit 352 Punkten.  Die dicht beieinander liegenden Bewertungen zeigen das hohe Leistungsspektrum der Bläsergruppen des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

In der Tonart „B“ hatte auch ein Duo aus Streichmühle gemeldet, nämlich Cord Petersen und Hauke Ziergöbel. Sie erreichten bei einem sehr starken Feld von 19 Duo’s mit einem gelungenen Vortrag den
11. Platz mit sehr starken 326 Punkten.

Diese hervorragenden Ergebnisse sind von den Bläserinnen und Bläsern nicht allein aufgrund unermüdlichen Übens erreicht worden, sondern maßgeblich beteiligt ist hieran die Leiterin der beiden
Gruppen „Angelliter Parforce“ und Bläsercorps „Streichmühle“, Frau Mandi-Rose Wargenau-Hahn, die es nicht nur versteht, jedem einzelnen die richtigen (Flöten-) Töne beizubringen, sondern aus vielen
Individualisten eine homogene Gruppe zu formen imstande ist. Hierfür unser allerherzlichster Dank. Sie hat als Landesbläserobfrau im Landesjagdverband Schleswig-Holstein auch maßgeblich und stabsmäßig den gesamten Wettbewerb initiiert und organisiert.

Landeswettbewerb_08.05.2011

 

Eine sehr schöne und harmonische Tour nach Bretzenheim an der Nahe

Bericht von Rolf Grothkopf,
Bilder: Grothkopf, Waldow, Mordhorst

 

Am Donnerstag, 13.10.2011 um 07:10 Uhr, startete der Bus mit 14 aktiven Bläsern und Bläserinnen des „Jagdhornbläsercorps Streichmühle“ und der „Angeliter Parforce“ mit unserer Organistin Olga und zusammen mit einer Fan-Gruppe von neun begeisterten Anhängern von Nordballig Richtung Süden.

Bei strahlendem Sonnenschein waren wir nach 11 Stunden in Bretzenheim an der Nahe, wo wir herzlich von den Familien Bischof-Klein und von Plettenberg empfangen und in die Quartiere geleitet wurden. Nachdem Rita und Hans sowie Thea und Olaf per Auto eingetroffen waren, war unser Ensemble fast komplett. Nach einem kurzen Umtrunk verschwand jeder in der Koje, da am Freitag um 09:30 Uhr die erste Konzertprobe in der Kirche in Bretzenheim angesetzt war.

Nach ausgiebigem Frühstück wurde am Freitag von 09:30 bis 11:20 Uhr in der Kirche geprobt, die Orgel mit den anderen Instrumenten abgestimmt und eine weitere Probe für Samstag, gleiche Zeit und gleicher Ort, anberaumt. Nach einem leichten Mittagessen trafen wir uns gegen 13:00 Uhr zu einer Treckertour in die Weinberge. Sehr interessante Eindrücke wurden uns in und an der Felseneremitage vermittelt. Anschließend eine Weinprobe in den Weinbergen in freier Natur bei herrlichstem Wetter. Die Trauben des „Portugiesers“ schmecken  lieblich süß, als Vorgeschmack für den anschließend kredenzten Wein. Alles passte traumhaft zusammen. Nur Wolfgang fehlte noch. Ein Empfang am Bahnhof fiel ins Wasser, weil er durch Bahnverspätung den Anschlusszug nach Bretzenheim verpasst hatte. So musste er per Taxi von Bingen nach Bretzenheim gebracht werden. Nun war das Ensemble komplett und der Abend fand seinen Abschluss bei köstlicher Spansau mit Füllsellkartoffeln und Federweißen in der Weinkellerei Bischof-Klein.

Samstag, nach dem Frühstück letzte Probe in Bretzenheim. Die Vorbereitungen für das Abendkonzert „Natürlich Musik“ waren abgeschlossen, alles war vorbereitet. Nach der Probe trafen wir uns um 11:00 Uhr und fuhren mit dem Bus nach Bacharach, um mit dem Schiff eine Rheintour nach Rüdesheim zu unternehmen.  Abendessen um 18:00 Uhr im Gästehaus Graf von Plettenberg, umziehen und 20:00 Uhr Konzert in der Kirche „Maria Geburt“ in Bretzenheim. Der Erfolg war überwältigend. Die ca. 120 Besucher in der kleinen Kirche waren einerseits gerührt durch die Harmonien zwischen Orgel, Flöte, Flügel- und Waldhorn, andererseits erheitert und erfreut durch den Gesang und die instrumentale Vielfalt der Bläserinnen und Bläser.  Ein erhabenes Gefühl für das gesamte Ensemble.

Sonntag konnte das Frühstück etwas später serviert werden, da die Probe in der Bad Kreuznacher Kreuzkirche erst um 11:00 bis  12:30 Uhr angesetzt war. Hier gestaltete sich die Akustik als äußerst schwierig. Abstimmung zwischen Orgel und Bläser war langwierig. Immer wieder wurden Lautstärke und Registereinstellungen korrigiert, bis Mandi letztlich zufrieden war. Michael gab seine Zustimmung in der Hoffnung, dass eine evtl. gut besetzte Kirche eine bessere, gedämpfte Akustik bieten würde. Pfarrer Ludwig Unkelbach trug maßgeblich dazu bei, dass die Aufregung vor der Messe in erträglichem Rahmen blieb. Um 19:00 Uhr war es dann soweit: Die Besucherzahl überraschte alle Teilnehmer beim Einzug und sogar den Pfarrer selbst. Unsere Unsicherheiten durch die etwas abweichende Liturgie einer katholischen Messe wurden durch den Pfarrer souverän beseitigt, so lieferten wir eine sehr harmonische und musikalisch hochwertige Begleitung durch Parforcehörner, Orgel und Querflöte ab. Die Begeisterung der Besucher war Balsam für uns Teilnehmer. Insbesondere Thea Hansbach an der Querflöte und Olga Mull an der Orgel begeisterten mit ihrer Sonate von Georg Phillip Telemann.

Dieser gesamte Erfolg wurde abends ausgiebig im Gästehaus Graf von Plettenberg gefeiert bei Zwiebelkuchen und Federweißen. Die Familie von Plettenberg hat sich rührend um unser aller Wohl gesorgt. Hierfür noch einmal unseren besonderen Dank für die liebe Gastfreundschaft.

Am Montagmorgen nach dem Frühstück war Aufbruch zur Heimreise. Wolfgang fuhr per Bahn nach Frankfurt, um seinen Flieger nach Neapel zu bekommen, wir stiegen in den Bus Richtung Norden, Thea und Olaf sowie Rita und Hans blieben dort, um Land und Leute, Wein und Federweißen   und die Landschaft noch ein paar Tage zu genießen. Um 19:30 Uhr trafen wir glücklich und rundum zufrieden in Nordballig wieder ein. Eine Traumhafte Tour mit eindrucksvollen Erlebnissen ging zu Ende. Einen Dank auch an unseren Busfahrer für die sichere und stressfreie Fahrt.

 

Konzert_Bretzenheim_presse

Bad_Kreuznach-presse

 

 

 

Benefizabend für „Werners“ Rotte auf Schloss Glücksburg
SHZ vom 16. November 2011
glücksburg
Ohne diese Schweine wäre Glücksburg um eine große Attraktion ärmer. Seit Jahrzehnten zieht es Einheimische, Besucher aus der Region und Urlauber zum Wildschweingehege von „Werner“ und seiner Rotte, besonders im Frühjahr, wenn die Frischlinge durchs Gelände flitzen. Doch nicht nur der Keiler ist in die Jahre gekommen. Das Zuhause für seine Familie muss dringend saniert werden. Eine neue Umzäunung, ein neuer Unterstand, neue Bäume und auch ein neuer junger Keiler muss her. Dafür haben sich zwar schon viele Spender gefunden, doch noch reicht die Summe nicht aus. Zugunsten des Wildschweingeheges lädt der Verein „Schönes Glücksburg“ für Donnerstag, 23. November, um 18.30 Uhr zu einem Benefizabend in den Glücksburger Schlosskeller ein.
Die Jagdhornbläser Streichmühle und Angeliter Parforce, der Vortrag „Wildschweine im Widerstreit der Interessen“ und ein Drei-Gänge-Menü zählen zum Programm des außergewöhnlichen Abends. Stadtförster Klaus-Dieter Schmidt wird über die Historie und Neugestaltung des Glücksburger Geheges informieren. Zu den Fans von „Werner“ und seiner Familie zählt auch der Glücksburger Bildhauer Siegbert Amler, der zehn Wildschwein-Repros zur Verlosung zwischen Hirsch-Hauptgang und Bratapfel zur Verfügung stellt. Der Eintritt zum Wildschweinabend erfolgt über eine Spende an den Verein Schönes Glücksburg, Stichwort Wildschweingehege, Kontonummer 6730582 bei der VR-Bank, Bankleitzahl 216 617 19. Anmeldungen für den Abend unter Tel. 04631/ 3858.
„Die Resonanz auf den Abend ist gut, aber wir würden uns freuen, wenn sich noch einige anmelden und Spenden würden“, sagt Vorstandsmitglied Leif to Baben. Damit „Werner“ für sich und seine Rotte sicher sein kann, nochmal Schwein gehabt zu haben.

 

Landeshubertusmesse in Husum

Den Schöpfer im Geschöpfe ehren!

Renate Jütting

Den Schöpfer im Geschöpfe ehren“ so formulierte Pastor Friedrich Mörs das Ansinnen der Hubertusmesse. Jedes Jahr feiern die Jäger zu Ehren ihres Schutzpatrons an vielen Stellen im Land ihre Hubertusmessen.

St. Hubertus war ein Jäger, der aus Gram über den frühen Tod seiner geliebten Frau zu einem wilden Waidmann geworden war. Er stellte rücksichtslos jedem Wild nach und führte ein ausschweifendes Leben. Zur Weihnacht 703 erschien ihm ein Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz in seinem Geweih „Hubertus ich erlöse dich und nun verfolgst du mich“. Danach entsagte Hubertus der Jagd und wurde Priester und schließlich Bischof von Maastricht. Hubertus wurde am 3.11.743 heiliggesprochen. Darum ehren die Jäger jedes Jahr Anfang  Novembern in der Hubertusmesse die Kreatur, wobei es völlig egal ist, ob es sich um einen großen Hirsch oder eine kleine Kohlmeise handelt. Alle zwei Jahre wird eine Landeshubertusmesse gefeiert. In diesem Jahre waren etwa 35 Es-Hornbläser aus ganz Schleswig Holstein dazu in die festlich geschmückte Kirche von Husum gekommen. Vor der Kirche wurde man von dem neuen Infomobil der Kreisjägerschaft Nordfriesland und den Fjord Parforcebläser-Buschau, die ihre Hörner zu Pferde bliesen, empfangen. Das Bläsercorps Husum, unter der musikalischen Leitung von Henning Bock, stimmte vor der Messe einige jagdliche Stücke in der Kirche an.
Überrascht wurden dann die Kirchenbesucher von Vogelgezwitscher zu Beginn der Messe. Über das ausgestreute trockene Laub zogen dann feierlich die Bläser ein, die die Messe unter der Leitung von Michael Mull sehr gut und sauber vortrugen. Die Stücke der Hubertusmesse sind eigentlich immer die Gleichen – doch nicht so in diesem Jahr. Die Bläser hatten sich schon im September und am  Vortage zusammengefunden, um neue Arrangements bzw. Kompositionen von Prof. Uwe Bartels und Michael Mull einzuüben. So wurden die Kirchenbesucher immer wieder von diesen neuartigen wunderschönen Interpretationen, die teilweise von der Orgel unterstützt waren, überrascht. Sehr berührt hat die Gläubigen der Vortrag des elfjährigen Thore Koritzius, der ein Zwiegespräch zwischen ihm und seinem Opa, dem Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Jochen Muxfeld, auf die Frage „Was ist Jagd“ las. „…der Wald, die Wolken, das Korn, die Falter, die Bienen, die Buchen in ihrem goldenen Herbstlaub, das Schrecken des Bocks, auf der Kanzel allein, im Revier sein… das alles zusammen ist Jagd.“
Pastor Mörs hinterfragte bei seiner Predigt, ob der Mensch wirklich eine Sonderstellung hat, die ihm das Recht darauf gibt, andere Kreaturen zu töten. „Früher hing vom Jagdglück das Überleben der Sippe ab. Wenn sich der Mensch nicht vegetarisch ernährt, muss er wissen, dass für seinen Fleischgenuss ein Tier getötet werden muss. Heutzutage ist nicht das Überleben primär von der Jagd abhängig, vielmehr greift der Jäger regulierend in die Bestände ein, aber bedenken wir, dass wir mit allen Lebewesen in die Schöpfung eingebunden sind. Wir müssen sensibel für die Verletzbarkeit der Umwelt werden. Das Verhältnis zur Natur ist mehr und mehr pragmatisch geworden. Wir nutzen sie für unsere Zwecke aus.“ Genau diesen Gedankengang verfolgt dann auch der Kreisjägermeister Thomas Carstensen in seiner Ansprache. „Wir müssen Maßhalten für die nachfolgenden Generationen. Durch die Jagd wird die Landwirtschaftliche Kultur geschützt, aber wir dürfen nicht das Wild bekämpfen. Durch den zunehmenden Maisanbau hat sich das Biotop verändert und damit auch eine Veränderung der Wildarten. Der Jäger hat eine Verpflichtung zur Bestandsregulierung, gleichwohl hat das zugewanderte Wild auch Anspruch auf Lebensraum.“ Der Kreisjägermeister schloss seinen Vortrag mit einem Zitat von Christian Morgenstern ab: „Der Mensch verstehe von der Natur zu nehmen ohne ihr zu schaden.“ Im Anschluss an die Hubertusmesse bei einem Essen im Congresscentrum Husum, das durch die ortsansässigen Firmen spendiert wurde, dankte der Vorsitzender der Kreisjägerschaft Jochen Muxfeldt dem Hegering Husum für die gute Organisation der Veranstaltung. Jochen Muxfeldt wies auch auf den Wandel der Lebensräume und dadurch bedingte Änderung der Tierpopulation hing. „Die Jäger helfen die Tierarten zu schützen. Die Kreisjägerschaft
Nordfriesland mit ihren 1600 Mitgliedern hat ca. 200 ha Land erworben um Ökosysteme zu schaffen.“
Der Präsident des Landesjagdverbands Dr. Hinnerk Baasch begrüßte die anwesenden Ehrengäste allen voran die Ministerin Dr. Juliane Rumpf. Er stellte in seiner Ansprache den Tierschutz besonders heraus. Jedes Tier ist eine Kreatur Gottes und die Botschaft der Hubertusmesse ist „Du sollst waidgerecht jagen.“ Die Jäger müssen das Tier und die Natur respektieren. Er bedankte sich besonders bei der Bläserobfrau Mandi-Rose Wargenau-Hahn und allen, die geholfen haben, die Hubertusmesse zu veranstalten.
Mandi-Rose Wargenau-Hahn überreicht dem musikalischen Leiter der diesjährigen Hubertusmesse Michael Mull einen Präsentkorb mit „Nervennahrung“ im Namen der Jagdhornbläser. Die nächste Landeshubertusmesse wird 2013 in Ratzeburg stattfinden.

 

„Die Jagd ist notwendig“

SHZ von Claus Kuhl am 9. November 2011
Böel
Die Hubertusmesse, die in der mit 220 Personen mehr als gut besetzten St.-Ursula-Kirche von Böel gefeiert wurde, war ein ergreifendes Erlebnis. Tragendes Element war die Musik, die von der Angeliter Parforce geblasen wurde – dem amtierenden Landesmeister auf historischen Parforce-Jagdhörnern. Die Naturtoninstrumente ohne Ventile erfordern höchste Konzentration, haben aber einen unverwechselbaren Klang, volltönend und rau. Diese Messe ist ein Dank der Jäger an unseren Herrgott, seiner Schöpfung dienen zu dürfen und eine göttliche Ermahnung zugleich, mit ihr und den uns anvertrauten Geschöpfen sowie auch mit unseren Mitmenschen besonnen und mit Bedacht umzugehen“, sagte Hegeringsleiter Gerhard Rossen. „Die Jagd ist heute notwendig, da vielen Tieren die natürlichen Feinde fehlen“, begründete Pastorin Anne Vollert in ihrer Predigt, warum ihrer Ansicht nach die Jagd dem fünften Gebot – Du sollst nicht töten – nicht widerspricht. Das fünfte Gebot richte sich nicht gegen die Nutzbarmachung der Natur, in der Tiere ihr Leben ließen, um dem Menschen als Nahrung, zur Herstellung von Kleidung oder als Schmuck zu dienen. Es wende sich vielmehr gegen
das Morden, gegen beziehungsloses Töten. Der Jäger trage viel Verantwortung, da die Jagd auch ein Teil der Bewahrung der Schöpfung sei, so Vollert.

 

Hubertusmesse in St. Marien in Flensburg

Jagdhornbläser in der Stadt!

Was auf dem Land über Mund zu Mund-Propaganda für brechend volle Kirchen sorgt, muss in der Stadt auch bei intensiver Werbung nicht zum gleichen Erfolg führen. Dennoch waren  Kreisjägermeister Heinrich Sievertsen, der sich dieses Jahr um den Auftritt der Jagd-und Parforce-Horn-Bläserkorps für die Hubertusmesse in Flensburg bemüht hatte, und seine Helfer mit einer gut gefüllten Kirche zufrieden. Das besondere an dieser Hubertusmesse war, dass es sich um einen ökumenischen Gottesdienst handelte. Der Hausherr von St. Marien Pastor Udo Gräve hatte Pfarrer Stefan Krinke von der katholischen St. Marien-Kirche und Pastor Jacob Oersted von der Heilggeist-Kirche dazu eingeladen. Im Eingangsbereich der Kirche begrüßte die Besucher ein mit Präparaten von Tieren unserer Heimat liebevoll ausgestattetes „Biotop“, an dem sich Jugendobmann Hans Bernhold für Informationen bereit hielt. Das Programm, mit dem Kreisjägermeister Sievertsen die Eintretenden begrüßte, trug ein Bild des Malers Hans-Ruprecht Leiß mit dem Namen „Der Traum des Jägers“. Zu diesem Bild hatte die den musikalischen Teil der Messe begleitende Bläserformation „Angeliter Parforce“ unter Leitung von Mandi-Rose Wargenau-Hahn die passenden Notenkomponiert, und Pastor Gräve die passenden Worte in seine Predigt eingefügt.
Der Messe voraus ging in der Kirche zur Einstimmung ein jagdliches Konzert der Jagdhornbläser Gelting-Sörup und des Jägerbläsercorps Streichmühle. Mit dem „Fürstengruß“ hießen sie die einziehenden Parforce-Bläser in ihrer festlichen Kleidung willkommen. Der kräftige Schall des Introitus der Parforce-Hörner zu Beginn füllte die hohe Kirche und verlangte auf Grund der Echowirkung ein besonderes Einfühlungsvermögen der Dirigentin Frau Wargenau-Hahn. Im Zusammenspiel mit der Orgel, die wieder einmal Dr. Detlef Bielefeld spielte, begleiteten die Hörner die Liturgie und bildeten dabei ein überwältigendes Klangvolumen, das die Zuhörer tief berührte. Pastor Gräve formte seine Predigt um die im Gebet des Jägers durch Thorsten Rink formulierte Forderung: „den Schöpfer im Geschöpfe ehren“, die durch die Schöpfungsgeschichte, vorgetragen durch Volkmar Gronau jun., eingeleitet wurde. Wie Hubertus nach der Legende sich selbst zur Besinnung rief, sollte der Mensch im Umgang mit der Schöpfung zur Besinnung kommen. Spontaner Beifall durch die Zuhörer zum Ende der Hubertusmesse dankte den Bläsern für ein besonderes und ungewöhnliches Klangerlebnis.
Volkmar Gronau

FT_Messe_Fl  SHZ von Ursula Raddatz

 

Hubertusmesse in Husby

FT_Messe_Husby

 

 

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