2013

24. Landeskürwettbewerb der Jagdhornbläser in Appen

Der Landeskürwettbewerb 2013 fand dieses Mal im Süden Schleswig-Holsteins statt, nämlich in Appen, in der Kreisjägerschaft Pinneberg. Der Veranstaltungsort war die Marseille-Kaserne. Für Bläser mag ein Wettbewerb in einer Kaserne zunächst etwas befremdlich klingen. So fragten sich die Veranstalter im Vorwege, melden sich genügend Gruppen und wird der Ort von der Öffentlichkeit angenommen?
Für die Bläser war der Inhalt der Ausschreibung wichtig, nicht der Austragungsort. Neben den Kategorien für Gruppen konnte man sich zusätzlich im Solo, Duo oder auch im Trio dem Wettbewerb stellen. Davon machten die Bläser reichlich Gebrauch. Erfreulich, dass sich auch viele Jugendliche angemeldet hatten. Im Solo starteten 18 Jugendliche und nur 10 Erwachsene. Es gehört schon einiger Mut dazu, sich alleine vor ein großes Publikum zu stellen und sich zu präsentieren. Um die
Veranstaltung noch attraktiver insbesondere für die „ES“-Hörner zu gestalten, hatte sich die Landesbläserobfrau Wargenau-Hahn etwas Besonderes ausgedacht. Erstmalig in Deutschland wurde eine Hubertusmesse in einen Wettbewerb integriert. Das bedeutet, dass viele Stücke, die in der Messe liturgisch vorgesehen sind, gleichzeitig von den Richtern bewertet werden. Die Ausschreibung wurde von den Gruppen honoriert. Es kamen sogar Bläser aus dem benachbarten Dänemark, aus Hamburg, Niedersachsen und dem weit entfernten Bayern. Mit der Meldung von 35 Gruppen konnte man zufrieden sein, zumal der Trend, sich einem Wettbewerb zu stellen, auch bundesweit rückläufig ist.
Das Gelände der Marseille-Kaserne gleicht mit seinem alten Baumbestand eher einer großzügigen Parkanlage als einem militärischem Gelände. Wer also erst einmal die Wache passiert hat, der findet sich in einer großzügig gestalteten Grünanlage wieder. Der große Zuschauerandrang fehlte allerdings.
Es war Wahlsonntag und das anhaltend schlechte Wetter hielt wohl auch manch Interessierten zu Hause. Trotzdem lauschte eine sehr große Bläser-Fangemeinde den Darbietungen. Die Bläser selber fanden die Lokalität hervorragend, denn an den zwei Wettbewerbsstandorten standen zwei Kantinen zu Verfügung und draußen sorgten Bier- und Grillstände für das Wohl der Teilnehmer. Die Zuschauer konnten sich während der Pausen an den unterschiedlichsten Ständen informieren z.B. über Honigherstellung, was im Rahmen des Bienensterbens besonders aktuell war. Am
Infomobil der KJS Pinneberg konnte man etwas über die aktuelle heimische Tierwelt oder am Stand der Wolfsbetreuer etwas über die Rückkehr des Wolfes nach Schleswig-Holstein erfahren. Jugend pro Natur versuchte die junge Zuhörerschar mit Spielen zu aktivieren. Aus Kiel stellte sich ein Bläserstudio mit Hornartikeln vor. Wer nicht übers Wetter klagte war die Firma Rowedder aus Neumünster, die wetterfeste Jacken anbot!! Vor der Siegerehrung gab die Rettungs- und Hundestaffel des ASB Pinneberg Einblicke in ihre praktische Arbeit. Nachdem bis zum Mittag alle Bläser ihre Vorträge im Trockenen abgeliefert hatten, begann pünktlich um 13.30 Uhr der Hubertusgottesdienst, den alle Bläser des Wettbewerbes mit dem Signal „Begrüßung“ – auch „Fürstengruß“ genannt – eröffneten. Von dem einsetzenden Dauerregen ließen sich weder Standortpfarrer Tübler noch die „Es“-Hornbläser ablenken. Unbeeindruckt brachten alle Gruppen vom „Introitus“ bis zu den „Glocken“ ihr Stück feierlich zu Gehör. In seiner Predigt mahnte Pfarrer Tübler einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Schöpfung und der Natur an, für den die Legende des St. Hubertus steht. Es war eine beindruckende Veranstaltung, die aber sehr unter den Unbilden  des Wetters litt. Bei Sonnenschein hätte man die Darbietungen besser würdigen können. Daher ist ein objektives Urteil über das Experiment „Hubertusmesse im Wettbewerb“ nur eingeschränkt möglich. Am Ende der Messe sammelten Kinder der „Holmer Frischlinge“ die Kollekte ein, die zum Einen bestimmt war für schwerstkranke Kinder, (Schirmherr Rolf Heidenberger engagiert sich mit „Appen musiziert“ dafür) zum Anderen für die Jugendbläserarbeit des LJV.
Eine weitere Herausforderung war für die Bläserobfrau die Siegerehrung, denn alle Bläser wollten schnell wieder ins Trockene. So fehlte dieses Mal das längere gemeinsame Blasen, nur Schirmherr Rolf Heidenberger hielt eine knappe Ansprache, bei der er den von ihm gestifteten Sonderpreis – ein Fürst-Plesshorn – der vorher ausgelosten jugendlichen Bläserin Wibke Horn überreichte. Der Wettbewerb konnte daher relativ zügig beendet werden.
Zum Schluss gilt ein großer Dank der ausrichtenden KJS Pinneberg mit ihrem Vorsitzenden Hans-Albrecht Hewicker und den vielen Helfern aus Vorstand, Jägerschaft und den Bläsergruppen Bullenkuhlen, Tornesch-Ahrenlohe und Holm für ihren engagierten Einsatz. Ein besonderes Lob
verdient die Baumschule Reinke, die jedem der 500 Bläser eine kleine Rotbuche geschenkt hatte – ein kleiner Beitrag zur Aufforstung Schleswig-Holsteins! Auch der Mercedes-Vertretung Burmester Partner
sei gedankt für den finanziellen Beitrag zur Herstellung des ansprechend gestalteten Programmheftes und die Bereitstellung von zwei Kleinbussen. Für die Bereitstellung des Geländes und die tatkräftige Unterstützung in allen Bereichen sei Oberstleutnant Truelsen mit seinen Soldaten herzlich gedankt.
Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb, auf nach Ostholstein zum Gut Görtz am 11. Mai 2014.

Ergebnisse der schleswig-holsteinischen Corps:
(Die maximal erreichbare Punktzahl für alle Gruppen war 360 Punkte)

„Gruppe Jugend“
1. Jugendgruppe des Hegeringes Malente (Eut) 323 P;
2. Holm Frischlinge (Pi)307 P; 3. „Dreelöper“ (Eid) 290P.

„Solo Jugend“
1.Carolin Osterkamp (Eut) 356 P; 2.Jost Hamann (Pi) 346 P;
3. Bent Meister (Eid) 343 P.

„Gruppe A“
1. Dänischer Wohld (Eck) 343 P;
2. Jagdhornbläser des Hegeringes Malente(Eut) 332 P;
3.Freischütz Eutin (Eut) 330 P.

„Solo A“
1. Volker Krötz (HL) 341 P; 2. Dr. Jörg Sellerbeck 325 P;
3. Detlef Kleinwort (Pi) 318 P.

„DUO A“
1. von Hellms/ Cordes (Pi) 342 P; 2. Kleinwort/ Jessen (Pi) 334 P;
3. Bahndammduo: Wittern/ Schulz (RD-Ost) 332 P;
3. Schuldt/ Freyermuth (Pi) 332 P.

„Gruppe G“
1. Hohner Harde (RD-Ost) 358 P; 2.Jägerbläsercorps Streichmühle (FL) 356 P;
2. Holm Überläufer (Pi) 356 P; 4. Bläsercorps Aukrug (RD-W) 351 P.

„Gruppe ES“
1. Angeliter Parforce (FL) 339 P; 2. Bläsercorps Lübeck (HL) 334 P;
3. Freischütz Eutin (Eut) 324 P.

„TRIO ES“
1.Tri-Angeln: Wargenau-Hahn/ Stoll/ Pankratz (FL) 343 P;
2.TripTriceps Dr. Sellerbeck/ Krötz/ Koppetsch (HL) 308 P;
3. Die lustigen Angeliter (FL) 307 P.

Jörn Neupert
Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Bläserwesen.

Landeswettbewerb in Appen Bericht aus Pinneberger Tageblatt

 

Angeliter Jagdhornbläser erfolgreich auf Landeswettbewerb
Viermal unter den Erstplazierten

Bericht von Rolf Grothkopf, Fotos von Dietrich Waldow

Unter der Schirmherrschaft des „Appen musiziert“- Initiators Rolf Heidenberger führte der Landesjagdverband Schleswig-Holstein am Sonntag, den 26. Mai 2013, auf dem parkähnlichen Gelände der Marseille-Kaserne der Luftwaffe in Appen seinen 24. Kürwettbewerb im Jagdhornblasen durch.

Teilnehmer über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus zeigten Jagdmusik in höchster Vollendung. Dabei konnten sich die gemeldeten Bläsergruppen der Kreisjägerschaft Flensburg Stadt und Land hervorragend behaupten.

So errangen das Parfocehorn-Ensembel „Angeliter-Parforce“ sowie das Trio „Tri-Angeln“ mit Mandi-Rose Wargenau-Hahn, Traudl Stoll und Martin Pankratz jeweils den Landemeistertitel, das „Jägerbläsercorps Streichmühle“ den Landesvizemeistertitel in der Wertungsklasse „G“ und das Es-Horn Trio „Die lustigen Angeliter“ mit Marc Juraske, Brigitte Richter und Rolf Grothkopf einen guten dritten Platz.

Insgesamt ca. 500 Jagdhornbläser zeigten ihr Können in verschiedenen Wertungsklassen. Dabei nahmen ebenfalls viele Jugendliche in Nachwuchsgruppen teil.

Erstmalig wurde im Rahmen eines Kürwettbewerbs ein „Hubertusgottesdienst“  als Wettbewerbsteil der Parforcehorngruppen unter musikalischer Begleitung aller anwesenden Bläser/innen abgehalten.

Der Klang der Hörner dieser Messe soll dem Waidmann Mahnung sein, besonnen über Leben und Tod der ihm anvertrauten Kreaturen zu walten und so im Geschöpf den Schöpfer erkennend zu ehren.

Den Gottesdienst gestaltete der Standortpfarrer Andreas-Christian Tübler. Die gesamte Veranstaltung wurde maßgeblich durch die Landesbläserobfrau Mandi-Rose Wargenau-Hahn, die Kreisjägerschaft Pinneberg und Helfer der Unteroffiziersschule der Luftwaffe in Appen organisiert.

 

 

Kreisbläserschießen 2013 in Bilschau

Bericht: Rolf Grothkopf

Am 14. Sept. 2013, pünktlich zu Beginn um 14:00 Uhr setzte der angekündigte „Landregen“ ein und verstärkte sich langsam aber stetig bis zum Ende der Veranstaltung. Das Wetter konnte aber den hartgesottenen Schützinnen und Schützen nichts anhaben.

Es waren 34 SchützInnen aus fünf Bläsercorps der Kreisjägerschaft Flensburg am Start, dazu einige Gäste, die sich beim Kleinkaliberschießen messen konnten. Des Weiteren wurden der stellvertretende Kreisjägermeister Friedhard Rickertsen sowie der Kreisjägerschaftsvorsitzende Peter Hahn ebenfalls als Teilnehmer begrüßt.

Die organisatorische Leitung lag beim Bläsercorps Gelting-Sörup unter Leitung von Anke Jens. Unermüdlicher Helfer auf dem Stand war Hans-Peter Stöcken.

Geschossen wurden ein Flinten-Jagdparcours sowie DJV-Scheibe „sitzender Fuchs“ und „stehender Rehbock“ mit der Hornet, bei den herrschenden Wetterbedingungen keine leichte Aufgabe. Tontaubenschießen im Regen ist nicht angenehm und die Schusspflaster auf den Scheiben wollten auch nicht recht kleben.

Das Schießen auf der Kleinkaliberbahn wurde von Peter Henningsen organisiert und durchgeführt.

Zum Abschluss durften alle Schützinnen und Schützen über 65 Jahre einen Schuß auf die „Seniorenscheibe“ abgeben. Mit dieser Disziplin endete der offizielle Wettkampf.

Ergebnisse:

Kugelschützen Herren:
1. Wolfgang Petersen 97 Pkt. 49 Fuchs Schafflund
2. Hagen Koppe 97 Pkt. 48 Fuchs Wanderup
3. Hans Georg Henningsen 96 Pkt. Streichmühle
Kugelschützen Damen:
1. Mandi-Rose Wargenau-Hahn 96 Pkt. Streichmühle
2. Anke Jens 88 Pkt. Gelting/Sörup
3. Brigitte Richter 43 Pkt. Streichmühle
Tauben Herren:
1. Wilfried Christiansen 13/2 Gelting/Sörup
2. Heinrich Husfeld 13/3 Gelting/Sörup
3. Friedhard Rickertsen 13/4 Flensburg-West
Tauben Damen
1. Brigitte Richter 9/1 Streichmühle
2. Anke Jens 8/1 Gelting/Sörup
Mannschaftswertung
1. Schafflund 582 Pkt.
2. Streichmühle 577 Pkt.
3. Gelting / Sörup 560 Pkt.
Beste Schützen gesamt
1. Wilfried Christiansen 158 Pkt. Gelting / Sörup
2. Wolfgang Petersen 157 Pkt. Schafflund
3. Peter Hahn 152 Pkt. Streichmühle
Gästepokal
Jan Peters Mohrkirch
KK Herren
1. Hans Georg Henningsen 49 Streichmühle
2. Wolfgang Petersen 48 Schafflund
3. Tim Maquardsen 48
KK Damen
1. Anke Jens 47 Gelting / Sörup
2. Sonja Petersen 47 Streichmühle
3. Evi Grothkopf 46 Streichmühle
KK Jugend
1. Jana Petersen 47 Streichmühle
2. Jannis Christiansen 46 Gelting / Sörup
3. Emilie Petersen 44 Streichmühle
Seniorenscheibe
Rolf Grothkopf Streichmühle

 

 

Natürlich Musik 

Ein Konzert mit natürlichen Tönen 2013_Plkat Grosssolt

 am Sonntag, 08. September 2013 um 18.00 Uhr

in der romanischen Feldsteinkirche zu Großsolt

Das „Jägerbläsercorps Streichmühle“ und die „Angeliter Parforce“, unter der Leitung von Mandi-Rose Wargenau-Hahn sowie der „Singkreis Großsolt“, unter der Leitung von Bernd Kelling,  laden zu einem gemeinsamen Konzert mit natürlichen Tönen ein.  Die Jagdhörner, die nach dem Oberstjägermeister Fürst Pless benannt sind, begrüßen die Zuhörer, die großen Parforcehörner in der Tonart „B“ erzählen von lustigen Jägern und frohen Jagden.

 Alphörner überbringen Geschichten von den Bergen, aus Schweden sind die Birkenluren zu hören und ein Urhorn aus der Tucheler Heide erklingt.  Die „Angeliter Parforce“, die auf dem Naturhorn in „Es“ einige konzertante Stücke zum Besten geben, werden teilweise von der Orgel begleitet.  Gedichte runden das Programm ab.

 An diesem besonderen Konzert beteiligen sich auch erstmals der „Singkreis Großsolt“  und der Organist Herr Jan Thomas Möller.  Lassen Sie sich überraschen von der Vielfalt dieser Hörner und ihren Naturtönen, sowie ihren außergewöhnlich klingenden Begleitern.

 Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

 

Begeistertes Publikum in Großsolt lauschte
Konzert „Natürlich Musik“ in der romanischen Feldsteinkirche

Bericht von Rolf Grothkopf

Bis auf den letzten Platz war die romanische Feldsteinkirche in Großsolt am Sonntag, 08. September 2013 um 18:00 Uhr gefüllt. Trotz der allerorten zeitgleich laufenden Veranstaltungen begrüßte Gastgeber Pastor Kurowski in freudiger Erwartung die zahlreichen Besucher und die teilnehmenden Akteure der Angeliter Parforce und des Jägerbläsercorps Streichmühle unter Leitung von Mandi-Rose Wargenau-Hahn, den Singkreis Großsolt unter Leitung von Bernd Kelling sowie an der Orgel Jan Thomas Möller zu diesem außergewöhnlichen Konzert mit Natürlichen Tönen.

Wechselweise führten Mandi-Rose Wargenau-Hahn und Bernd Kelling durch das anspruchsvolle Programm. Mit Gedichten zur Jagd rundeten Martin Pankratz und Dietrich Waldow die gekonnten Darbietungen der Bläser und Sänger ab. Vom uralten Hifthorn und dem kleinen Fürst Pless-Horn, über das Tucheler Heidehorn, schwedischen Birkenlurenden aus den Bergen stammenden Alphörnern und den aus der französischen Jagd zu Pferde bekannten Parforce-Hörnern bis zu der Kirchenorgel reichte das breite Spektrum der instrumentalen Musik.

Der Singkreis Großsolt, als Kirchenchor eher weniger mit Jagdliedern vertraut, hat erstmalig begeistert Le Marché Dampleux zusammen mit den Angeliter Parforce dargeboten, dass man meinte, sie musizierten schon lange zusammen.

Des Weiteren wurden deutsche, englische und afrikanische Lieder vorgetragen. Gleichermaßen begeisterten das Duo Hauke Ziergöbel und Cord Petersen auf den Plesshörnern mit dem Hunderuf, der Waldkauzpolka und der Echo Fanfare.

Als dann nach dem Verstummen des Nachtigallengesangs von der Empore, gemeinsam mit dem Singkreis, dem Es-Horntrio Mandi-Rose Wargenau-Hahn, Traudl Stoll und Martin Pankratz sowie der Orgel, die Kleine Serenade intoniert wurde, konnte man in den verklärten Gesichtern der Zuhörer die Begeisterung sowie die Zufriedenheit über das Dargebotene ablesen.

Nach dem gemeinsamen Vater Unser und dem Schlusslied Kein Schöner Land verabschiedete Pastor Kurowski hochzufrieden, ob der überfüllten Kirche, das Beifall klatschende Publikum mit den Worten: „Lange hat es in Großsolt keine solch’ schöne Veranstaltung gegeben.“

Der Abend fand seinen gemütlichen Ausklang beim gemeinsamen Essen und Trinken im Alten Kirchkrug direkt gegenüber der Kirche.

 

 

 

Der letzte Übungsabend in der Scheune bei Thomas in Dollerup

Am Donnerstag, dem 17. Oktober 2013, war es soweit. Was alle nicht so recht glauben wollten ist nun Gewissheit: Die Möglichkeit, über Sommer in der Scheune bei Thomas Petersen sowohl mit den „Angeliter Parforce“ als auch mit dem „Jägerbläsercorps Streichmühle“  zu üben gehört nach fast dreißig Jahren der Vergangenheit an.

Bei entsprechenden Windrichtungen konnten viele Anwohner aus Dollerup und näherer Umgebung die Übungsabende mittwochs und donnerstags „life“ miterleben, insbesondere, wenn an lauen Sommerabenden draußen vor der Scheune geblasen wurde. Dies werden nun nicht nur wir Bläser, sondern auch die Dolleruper vermissen.

Auch die gemütlichen Stunden nach den Übungspartien werden wir alle vermissen. Gerade diese gemeinsamen Stunden haben ausschlaggebenden Anteil an dem Zusammenhalt über die vielen Jahre gehabt. Dieser Zusammenhalt und der unermüdliche Wille von Mandi-Rose, aus uns Laienmusikern fast professionelle Hornisten zu formen, hat uns auf Landesebene bei den Jagdhornbläsern an die Spitze gebracht.

Wir alle sind Thomas und seiner Familie zu großem Dank verpflichtet, wissen wir doch, was wir in Zukunft nicht mehr haben werden.

Aber irgendwie und irgendwo geht es weiter!

 

 

Gottesdienst zum Hubertustag

Jäger aus dem Norden und Süden Dithmarschens im vollbesetzten Dom
aus: Dithmarscher Zeitung vom 02.11.2013

Vor 33 Jahren wurde in Dithmarschen die Tradition des Hubertus-Gottesdienstes wieder aufgegriffen. Rund um den Hubertustag am 3. November laden seither in dreijährigem Rhythmus die Kreisjägerschaften Nord und Süd in den Meldorfer Dom zu diesem besonderen Gottesdienst.

Am vergangenem Sonnabend war es wieder soweit. Schon vor Beginn des Gottesdienstes stimmten die Jagdhornbläsergruppen aus Meldorf ,Heide, Wesselburen/Büsum und Delve/Tellingstedt mit ihren Fürst-Pless- und Parforcehörnern die Besucher ein – nicht auf dem kalten, windigen Marktplatz, sondern im Dom. Geleitet wurde die Gruppe von Gabriele Reimers aus Nordermeldorf. Mit dem „Fürstengruß“  empfingen die Dithmarscher Bläser ihre Kollegen, die den Gottesdienst begleiten sollten. Die Angeliter Parforce, unter Leitung von Mandi-Rose Wargenau-Hahn. Das anspruchsvolle Programm der Angeliter wurde häufig von Kirchenmusikdirektor Paul Nanckievill an der Orgel begleitet.

Den Gottesdienst im vollbesetzten Dom hielt Pastorin Ina Brinkmann, ein Grußwort hielt der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Dithmarschen Süd, Herr Hans Rühmann, während sein Norderdithmarscher Kollege Axel Claußen das „Gebet eines Jägers“ sprach.

 

 

HUBERTUSMESSE –
Jagdhornbläser im Dialog mit der Orgel

vom 2. November 2013
Aus der Redaktion des Schlei-Boten von Claus Kuhl

Die Gäste der Hubertusmesse genossen die musikalische Darbietung in der Borener Marienkirche. Am
stärksten beeindruckte das Musikstück „Die Glocken“.

Die „Angeliter Parforce“ unter Leitung von Landesbläserobfrau Mandi-Rose Wargenau-Hahn (vorn rechts) blies die Hubertusmesse in der Marienkirche zu Boren. Hinten im Bild: Kirchenmusiker Jürgen Beck. Foto: Kuhl
In der Borener Marienkirche begann der Reigen der Hubertusmessen im Kreis. Diese Messen werden zu Ehren
des Heiligen Hubertus veranstaltet – dem Schutzpatron der Jäger. Dementsprechend war die voll besetzte Borener Kirche jagdherbstlich geschmückt mit den Pflanzen, Blumen und Blättern der Jahreszeit sowie Präparaten heimischer Tiere an den Wänden.
Die Jagdhornbläser der Hegeringe I und II unter Leitung von Rüdiger Kubalek stimmten die Besucher mit
Jagdsignalen sowie Fanfaren auf die Messe ein und bliesen auch die Begrüßung, als die „Angeliter Parforce“, die Hauptinterpreten des Abends, einmarschierte. Diese Gruppe unter Leitung von Landesbläserobfrau Mandi-Rose Wargenau-Hahn genießt einen sehr guten Ruf und hat bereits mehrere Landeswettbewerbe gewonnen. Die Musiker übernahmen mit den großen Parforcehörnern die liturgische Gestaltung des Gottesdienstes.
Diese Naturtoninstrumente ohne Ventile erfordern höchste Konzentration, haben aber einen unverwechselbaren Klang, der volltönend und kräftig, rau und schmetternd ist. Die Musik bewegt sich dabei zwischen alten traditionellen Jagdsignalen und chorartigen Stücken. Neben den reinen Bläsertiteln hat die Angeliter Parforce auch Stücke mit Orgelbegleitung und mit Orgeldialog in das Programm der Messe aufgenommen. Der Partner war dabei Kirchenmusiker Jürgen Beck. Doch am stärksten beeindruckten wieder einmal „Die Glocken“, ein Musikstück, in dem die großen Parforcehörner mit ihren weichen, tiefen Tönen den Klang großer Bronzemassen nachempfinden.
Pastor Burkhard Mentz griff in seiner Predigt den Begriff des Jagens auf, erweiterte ihn aber auf die allgemeine
Jagd nach Anerkennung, Erfolg und Titeln. Er zog dabei Hubertus und Paulus als Beispiele für rücksichtslose,
egozentrische Jäger heran. „Diese Art von Jagd muss zum Kollaps führen“, sagte Mentz von der Kanzel. Dabei sei die Gesundheit genauso betroffen wie die ökonomischen und ökologischen Systeme. Dann sei ein Sinneswandel erfolgt. Und diesen Wandel finde man auch heute in der Jägerschaft, die mit ihrem Hobby versuche, das Gleichgewicht von Wild, Natur und Gesellschaft zu erhalten. Diese Predigt beeindruckte die Zuhörer in gleichem Maße wie die Liturgie. Und sie brachten das sowohl durch ihren Applaus als auch durch ihre Spendenfreudigkeit zum Ausdruck.

 

 

9. Landeshubertusmesse im Dom von Ratzeburg

Bericht und Fotos von Rolf und Evi Grothkopf

Rundherum von Wasser umgeben, auf dem höchsten Punkt der nördlichen Altstadtinsel Ratzeburgs, ragt der Dom als die älteste romanische Backsteinkirche Norddeutschlands weit über die Dächer der Stadt. Angestrahlt von vielen Lampen luden er und die gastgebende Kreisjägerschaft Lauenburg am Samstag, 16. November 2013 um 18:00 Uhr, ca. 700 Besucher in seine Mauern, darunter Persönlichkeiten von Rang und Namen. Die Landesbläserobfrau Mandi-Rose Wargenau-Hahn und ihr Team schufen nach monatelangen Vorbereitungen ein organisatorisches, optisches und akustisches Meisterwerk für alle Teilnehmer.

Als oberster Repräsentant des Landes besuchte der Präsident des schleswig-holsteinichen Landtages, Herr Klaus Schlie mit seiner Gattin, ebenso wie der Präsident des Landesbauernverbandes, Herr Werner Schwarz und der Präsident des Landesjagdverbandes, Herr Dr. Baasch mit Gattin den Gottesdienst.

Zu dieser alle zwei Jahre stattfindenden Landeshubertusmesse hatten sich weit über achtzig Bläserinnen und Bläser aus dem gesamten Landesgebiet Schleswig-Holsteins, aus Hamburg und Niedersachsen angemeldet, nicht nur, um gemeinsam zu musizieren, sondern um das jagdliche Brauchtum und „St. Hubertus“, den Schutzpatron der Jagd zu würdigen und den Schöpfer im Geschöpfe zu ehren. Nach einem ganztägigen Probenseminar im Oktober 2013 im Schießleistungszentrum Kasseedorf wurde intensiv am Freitagabend und am Samstag im Dom für den Auftritt geprobt, um aus vielen Individualisten einen einheitlichen Klangkörper zu formen. Dieses gelang wieder einmal eindrucksvoll dem musikalischen Leiter, Herrn Michael Mull aus Lübeck. Im Dialog zu den Hörnern begleitete Frau Ulrike Meyer-Borghardt die Bläser an der neu renovierten Rieger-Orgel.

Nach dem imposanten Einzug der 86 Bläserinnen und Bläser in Begleitung von Domprobst Gerd-Axel Reuß begrüßte das Bläsercorps „Herzogtum Lauenburg Nord“ mit dem „Fürstengruß“ die Gottesdienstbesucher und Akteure.

Die Hubertuslegende wurde von dem Schauspieler, Vorleser und Rezitator Clemens von Ramin in seiner unnachahmlichen sonoren Stimme vorgetragen.

Die unterschiedlichen Stücke der jagdmusikalischen Umrahmung des Gottesdienstes entstammen überwiegend der französischen „Grande Messe de St. Hubert“. Neuere Kompositionen und Arrangements erlauben das Zusammenspiel von Parforcehörnern und der Orgel, welches es in früherer Zeit nicht gab. Hierfür verdient gemacht hat sich Prof. Uwe Bartels, der eine Reihe von Bearbeitungen historischer Werke vorgenommen und auch Neukompositionen für eine Messe geschaffen hat. Zu dem Choral „Die Ernt ist jetzt zu End“ hat Michael Mull einen Satz für Parforcehörner geschrieben.

Nach dem stimmgewaltigen „Introitus“, bei dem den Zuhörern beinahe das Blut in den Adern gefror, folgten einige virtuose Solopartien im „Kyrie“, „Sanctus“ und im „Gebet der Jäger“. Michael Mull hat mit sehr viel Einfühlungsvermögen das Maximum aus den Musikern herauskitzeln können.

Hochkonzentriert folgten sie begeistert seinem zum Teil ausladenden und motivierenden Dirigat und kamen daraufhin zu persönlichen Höchstleistungen. Der Kulminationspunkt wurde in der Interpretation der „Glocken“ erreicht. Dieses Stück veranlasste spontan die Zuhörer zu Beifallsstürmen, worauf Domprobst Reuß die Gemeinde bat, die Kräfte bis zum Schluss zu sparen.

Die ausdrucksstarke Predigt von Domprobst Reuß hatte u.a. das Zitat von Albert Schweitzer zum Inhalt:

„Ich bin Leben inmitten von Leben, das leben will.“

„Albert Schweitzer sei einer der ersten gewesen, die uns eingeschärft haben: Wir haben nur ein Leben und nur eine Erde, deren Teil wir sind und die es Wert ist, in ihr und auf ihr zu leben.

Jagd ist seit Jahrtausenden elementarer Bestandteil des Menschseins.

Die Bewirtschaftung eines Jagdreviers ist nicht nur Leidenschaft und Vergnügen, sondern auch notwendiger Ausgleich zu einem anstrengenden Alltag, Erholung pur sozusagen. Dies schließt die Hege und Pflege des Tierbestandes und Reviers mit ein, so dass unsere heutige Kulturlandschaft auch künftig Erholungsraum für Mensch und Tier bleibt.

Für uns alle ist wichtig, dass wir uns als Teil der großen Schöpfung Gottes begreifen und erleben, damit wir es bewahren und die Grundlagen unseres Lebens nicht rücksichtslos ausbeuten und zerstören, denn, wir haben nur diese eine Erde!“

Der Dankgottesdienst der Jäger um den „Hubertustag“ herum ermuntert immer wieder aufs Neue Menschen die mit Natur und Jagd verbunden sind, die besondere Atmosphäre eines mit den Gaben der Natur geschmückten Gotteshauses zu besuchen und dem stimmungsvollen Wechsel zwischen gesprochenem Wort und rauer Urwüchsigkeit der Parforcehörner zu lauschen. Tiefe Ergriffenheit, Spontanbeifall und begleitende Tränen der Rührung waren den beseelten Besuchern dieses Landeshubertusmesse nicht peinlich.

LHM 2013 in Ratzeburg-LN Bericht

LHM 2013 in Ratzeburg-LN-Titel

 

 

 

Bewegende Hubertusmesse

Das hat es in Neumünster so noch nicht gegeben. 12 Parforcehorn-Bläserinnen und Bläser der „Angeliter Parforce“ unter der Leitung von Frau Mandi-Rose Wargenau-Hahn ließen in der evangelischen Vicelinkirche die Luft vibrieren und drangen mit der beeindruckenden Intonation der Hubertusmesse direkt in die Seelen der Gottesdienstbesucher. Zum 09.11.2013 hatte die Kreisjägerschaft Neumünster zusammen mit der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde zu einer ökumenischen Hubertusmesse eingeladen.

Die Musik auf historischen Hörnern, der Orgelklang (Dr. Lüdtke), die Lesung der Schöpfungsgeschichte durch Kaplan Görke, die Predigt von Frau Pastorin Bremer, die Gebete und Lieder fügten sich zu einem harmonischen Ganzen, welches alle bewegte.

Es war für die Jägerinnen und Jäger aus Neumünster und Umgebung die Stunde der Einkehr, Besinnung, Demut und Dankbarkeit für das ihnen mögliche jagdliche Erleben und Wirken in der vielfältigen Natur. In ihrer Predigt wies Pastorin Bremer darauf hin, dass die Jagd ein Mosaikstein eines großen Ganzen sei, welcher wie vieles andere seine Berechtigung hat. Der Schutzpatron der Jäger, St. Hubertus, mahnt uns, waidgerecht zu jagen und den Schöpfer im Geschöpf zu ehren.

In der gut besuchten Kirche wurden die Besucher vor

Beginn der Hubertusmesse durch das Jagdhorn-Bläser-Korps der Kreisjägerschaft Neumünster unter der Leitung von Dr. Dirk Jonathal eingestimmt. Neben einigen Märschen und Todsignalen kam selbstverständlich auch der Hubertusmarsch zu Gehör.

Nach der Messe nahmen etliche Besucher die Möglichkeit zu einem Umtrunk und Verzehr einer heißen Erbsensuppe im Haus der Begegnung an. Hier klang die besondere Stimmung des Gottesdienstes noch in den vielen Gesprächen nach.

Unser Dank gilt allen Beteiligten, die uns einen unvergesslichen Abend bescherten.

Ingbert Tornquist

 

 

 

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