2014

Landeswettbewerb auf Gut Görtz 2014

Bericht und Fotos von Jörn Neupert, LJV SH

Gut Görtz, wo ist das? Kaum einer außerhalb Ostholsteins kannte Gut Görtz. Dabei ist es eine Perle für den Austragungsort eines Bläserwettbewerbs. Am 11.5.2014 fand hier der erste Kombiwettbewerb – eine Kombination aus Kür- und Pflichtwettbewerb – statt. Da die alljährliche  Beteiligung an einem reinen Pflichtwettwerb – hier werden nur Jagdsignale vorgetragen- bzw. Kürwettbewerb – Vortrag von Jagdstücken -  immer geringer wurde, wurde beschlossen, die Bläser nur alle zwei Jahre zu einem kombinierten Wettbewerb zusammenzurufen. Dieser Ruf  fand eine große Resonanz, es meldeten sich 34 Gruppen aus ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen mit insgesamt 550 Bläsern darunter waren auch erfreulicherweise vier Jugendgruppen und 15 jugendliche Einzelbläser. Das zeigt, dass  die Jugendarbeit in den Corps und die Förderung von Jugendbläserfreizeiten in Schleswig-Holstein erfolgreich ist. Auch die Solo-und Duovorträge erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Hier zeigen die Bläser, dass sie ohne große Corpsunterstützung auftreten können, was in der  Praxis sehr häufig vorkommt. So tragen sie dazu bei, das jagdliche Brauchtum – dem Wild u.a. durch die Signale die letzte Ehre zu erweisen – aufrechtzuerhalten.

 Trotz des kühlen Wetters waren schon zur Eröffnung pünktlich um 8.15 Uhr viele Schlachtenbummler angereist. Die freiwillige Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, um die Ankommenden richtig einzuweisen. Die altehrwürdige Gutsanlage wird heute noch landwirtschaftlich genutzt.  Da aber keine Viehwirtschaft mehr betrieben wird, sind die Scheunen, die im Viereck um einen großen Innenhof angeordnet liegen, zu einem Konzertsaal und vielen Ausstellungsräumen umgebaut worden. Hier können sich die Besucher in Cafés, Galerien, bei Kunsthandwerk, einer Bernsteinschleiferei und   einem   Hofladen mit eigenen Produkten  zwischen den Auftritten der Bläser die Zeit vertreiben.   Auch an die Kinder ist gedacht mit einem großen Spielplatz und sogar einer Carrerabahn. Bei der Ankunft fühlten sich die Bläser sofort wohl. An diesem Sonntag hatte es in ganz Schleswig-Holstein geregnet und gestürmt, doch zur Erleichterung der Veranstalter regnete es auf dem Gut kaum. Es wurde berichtet, dass nur 5 km weiter ein starker Guss niederging – der Schirmherr Landrat Reinhard Sager hatte im wahrsten Sinne des Wortes  seine „Aufgabe“ erfüllt. Kreisbläserobfrau Jutta Bestgen, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Oldenburg Thies Rickert und vor allem der Gutsherr Johannes Weiland hatten sich mit ihren Helfern sehr viel Mühe mit der Ausgestaltung des Wettbewerbsortes gemacht.  Da in neun verschiedenen Kategorien geblasen wurde,  mussten zwei Bühnen hergerichtet werden. Eine Gruppierung trat vor dem Herrenhaus auf und die andere durfte auf dem Reitplatz blasen. Damit dieser nicht zu zugig war,  ließ Herr Weiland kurzerhand eine hohe Strohballenwand aufstapeln, hinter der die Bläser auftreten konnten. Auch die Richter wurden mit Strohballen geschützt – Ideen muss man haben!!

 Die Gewinner und Platzierten des Landesbläserwettbewerbes 2014: (die vollständigen  Ergebnisse können im Internet unter http://www.ljv-sh.de/attachments/article/551/Ergebnislisten2014.pdf  eingesehen werden.) In der Kategorie der Solobläser „A“ ist leider bei der Dateneingabe in der Auswertung ein Übertragungsfehler passiert, der korrigiert werden musste. Volker Krötz aus Lübeck hatte 363 Pkt. und ist damit Landesmeister. Der auf dem Wettbewerb verkündete Landesmeister Peter Schulz aus Hohn ist  jetzt mit 362 Pkt. Vizemeister. Das Auswerteteam bitte vielmals um Entschuldigung.

 Gesamtwertung:

Wertungsklasse „JUGEND“: 1. Steinburger Jagdhörnchen (IZ) 697 Pkt., 2. Die wilden Hörner (ECK) 692 Pkt., 3. Bläsercorps Malente (EUT) 680 Pkt..

Wertungsklasse „C“: 1. Bläsercorps Steinburg (IZ) 746 Pkt., 2. Jagdhornmädels (RD-West) 661 Pkt..

Wertungsklasse „A“: 1.Bläsergruppe Holm – ‚Frischlinge, Bachen und Keiler‘ (PI) 935 Pkt., 2. Bläsercorps Lübeck (HL) 915 Pkt., 3. Freischütz Eutin (Eut) 907 Pkt..

Wertungsklasse „G“: 1. Bläsergruppe Holm ‚Überläufer‘ (PI) 948 Pkt., 2. Bläsergruppe Hohner Harde (RD-Ost) 945 Pkt., 3. Jagdhornbläsergruppe Tornesch (PI) 941 Pkt..

Wertungsklasse „ES“:  1.Angeliter Parforce (FL) 545 Pkt., 2. Bläsercorps Lübeck (HL) 528 Pkt., 3. Freischütz Eutin (EUT) 512 Pkt..

Wertungsklasse „Solo JUGEND“: 1. Till Meister, Dreelöper, (EID) 376 Pkt., 2. Deborah Hackländer (PI) 371 Pkt., 3. Johst Hamann, Holm Frischlinge (PI) 370 Pkt..

Wertungsklasse „Solo A“: 1. Volker Krötz, Bläsercorps Lübeck 363 Pkt., 2. Peter Schulz, Bläsergruppe Hohner Harde 362 Pkt., 3. Tim Grünwald, Bläsercorps Tornesch 355 Pkt., 4. Jan Menkhaus, RD-West 353 Pkt.. Den Ehrenpreis für die beste Solobläserin erhielt Ute Storm, Bläsergruppe Hohner Harde.

Wertungsklasse „DUO A“: 1. Bahndamm-Duo Jens Wittern, Peter Schulz (RD-Ost) 381 Pkt., 2. Helge Schuldt, Simone Freyermuth (PI) 371 Pkt., 3. Holmer Geest,  Detlef Kleinwort, Martin Templin (PI) 368 Pkt..

Wertungsklasse „DUO ES“: 1. Pas de Deux, Karen Martensen, Anette Mahnke-Nisssen (FL) 357 Pkt.,2. Die Holstentoren, Volker Krötz, Dr. Jörg Sellerbeck (HL) 349 Pkt., 3. Die ’M‘ und ‚M’s; Martin Pankratz, Marc Juraske (FL) 310., 3. Duo Harmonie; Brigitte Richter, Rolf Grothkopf. (FL) 310 Pkt..

Jagdhornbläser aus Streichmühle erfolgreich beim Landesbläserwettbewerb auf Gut Görtz

Bericht von Rolf Grothkopf

Am Muttertag war Gut Görtz in Ostholstein Gastgeber für ca. 560 Jagdhornbläserinnen und -bläser, die am 1. Kombiwettbewerb im Pflicht- und Kürblasen des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein aus allen Teilen Schleswig-Holsteins angereist waren. Ebenfalls nahmen Gästegruppen aus Hamburg und Niedersachsen teil, um sich in insgesamt neun Wertungsklassen zu messen.

Gut Görtz bei Heringsdorf, in unmittelbarer Nähe zur Sonneninsel Fehmarn, ist übrigens eine der wenigen noch erhaltenen historischen Gutsanlagen Holsteins, dessen Geschichte 750 Jahre zurückreicht und das zum ersten Mal Mitte des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnt wurde.

Aus Streichmühle reisten die „Angeliter Parforce“ und das „Jägerbläsercorps Streichmühle“, unter der Leitung von Frau Mandi-Rose Wargenau-Hahn aus Steinbergkirche mit dem Bus an. Aus den Reihen der „Angeliter Parforce“ nahmen ebenfalls drei Duo-Formationen in Es am Wettbewerb teil.

„Mit dieser Veranstaltung sowie mit allen anderen Auftritten der Bläsergruppen im Lande, werden das jagdliche Brauchtum und die Jagdmusik einer breiten Öffentlichkeit nahegebracht. Das Miteinander-Musizieren hat in unserer heutigen modernen Zeit einen besonderen Stellenwert und wird von vielen auch nicht jagenden Menschen hoch geschätzt und gern gehört„, wie Landesbläserobfrau Wargenau-Hahn betont.

Die Veranstaltung endete mit einem Jagdkonzert vor dem Herrenhaus, dirigiert von Michael Mull aus Lübeck, an dem alle Jagdhornbläserinnen und –bläser teilnahmen.

Die „Angeliter Parforce“ wurden erneut Landesmeister in der Wertungsklasse „Gruppe Es“, das Duo „Pas de deux“ mit Karen Martensen und Annette Mahnke-Nissen wurden Landesmeister in der Wertungklasse „Duo Es“ und die Duo „Die M und M’s“ mit Martin Pankratz und Marc Juraske sowie „Duo Harmonie“ mit Brigitte Richter und Rolf Grothkopf punktgleich jeweils dritte.

Das „Jägerbläsercorps Streichmühle“ belegte einen sehr guten vierten Platz in der Wertungsklasse „Gruppe G“.

Tag des offenen Hofes

An der bundesweiten Image-Aktion des Bauerverbandes nahmen vom 13. bis 15. Juni 2014 auch 33 Betriebe aus Schleswig-Holstein teil. z. B. auf dem Hof Tramsen in Dollerup, auf dem auch die Auftaktveranstaltung des schleswig-holsteinischen Bauernverbandes mit viel politischer und gesellschaftlicher Prominenz   durchgeführt wurde.

Die Öffentlichkeit hatte dann am Sonntag, 15. Juni 2014 Gelegenheit, bei Bratwurst (Feuerwehr) oder Kaffee und Kuchen (Landfrauen) sich umfassend über die betrieblichen und wirtschaftlichen Strukturen des Hofes zu informieren.

Mit von der Partie war auch die örtliche Jägerschaft, die ein hervorragend dargestelltes Diorama mit präparierten Tieren im natürlichen Biotop präsentierten. Augenmerk wurde dabei besonders auf die „Neubürger“ in Angeln gelegt, wie Marderhund, Mink, Waschbär und Schwarzwild.

Die Präparate entstammten dem Fundus vom Hegeringleiter Cord Petersen aus Langballig, der auch maßgeblich an der Gestaltung des Biotops beteiligt war.

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch ein Jagdkonzert des „Jägerbläsercorps Streichmühle“ unter der Leitung von Frau Mandi-Rose Wargenau-Hahn.

Bericht und Fotos: Rolf Grothkopf

 

Kreisbläserschießen 2014 in Bilschau

Bericht: Rolf Grothkopf

Am 06.09.2014 nahmen bei bestem Wetter mit unglaublichen 26 °C und strahlendem Sonnenschein vier Mannschaften aus den Bläsergruppen der Kreisjägerschaft Flensburg mit insgesamt über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Kreisbläserschießen auf dem DJV-Schießstand in Bilschau teil. Besonders erfreulich war die Teilnahme der vielen Jugendlichen und Angehörigen der SchützInnen. Die Gesamtorganisation lag in diese Jahr in den bewährten Händen der Bläsergruppe Flensburg West unter Leitung von Frau Ruth Muschalla.

Die Landes- sowie Kreisbläserobfrau Mandi-Rose Wargenau-Hahn begrüßte als Teilnehmer u.a. den stellvertretenden Kreisjägermeister Flensburg Land, Herrn Friedhardt Rickertsen, den Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Flensburg, Herrn Peter Hahn, sowie Herrn Rolf Grothkopf, Obmann für die Öffentlichkeitsarbeit der KJS Flensburg und bedankte sich bei der ausrichtenden Bläsergruppe und insbesondere bei Hans-Peter Stöcken für die unermüdliche Hilfe und vorbildliche Organisation. Aus der benachbarten Kreisjägerschaft Schleswig konnten zwei Gäste als Teilnehmer begrüßt werden.

Geschossen wurden ein Flintenjagdparcours sowie „sitzender Fuchs“ liegend aufgelegt und „stehender Bock“ stehend angestrichen mit der Büchse. Rege Teilnahme gab es auch beim 50 m Kleinkaliberschießen, bei dem fast alle Schützen und insbesondere die Gäste ihr Glück versuchten.

Ergebnisse:

Kugelschützen weiblich:

                  1. Anke Jens, Gelting/Sörup, 76 Pkte
                  2. Mandi-Rose Wargenau-Hahn, Streichmühle, 75 Pkte
                  3. Brigitte Richter, Streichmühle, 57 Pkte

Flintenschützen weiblich:

                  1. Silke Jens, Gelting/Sörup, 8/0 Tauben
                  2. Brigitte Richter, Streichmühle, 8/4 Tauben
                  3. Anke Jens, Gelting/Sörup, 7/0 Tauben

Kugelschützen männlich:

                  1. Daniel Parzentny, Schafflund, 100 Punkte
                  2. Wilfried Christiansen, Gelting/Sörup, 98 Pkte
                  3. Peter Henningsen, Gelting/Sörup, 96 Pkte (49 Fuchs)
                  4. Hansgeorg Henningsen, Streichmühle,96 Pkte. (47 Fuchs)

Flintenschützen männlich:

                  1. Wolfgang Petersen, Schafflund, 13/4 Tauben
                  2. Frank Carsten, Schafflund, 13/4 Tauben
                  3. René Hinrichsen, Schaflund, 13/5 Tauben
                  4. Hansgeorg Henningsen, Streichmühle, 13/5 Tauben

Um den besten Taubenschützen zu ermitteln, fand ein Stechen mit dem Kleinkaliber statt.

Gesamtsieger:

                  1. Wolfgang Petersen, Schafflund, Schrot 161, Fuchs 48
                  2. Hans-Georg Henningsen, Streichmühle, Schrot 161, Fuchs 47

Mannschaftssieger:

                  1. Schafflund 607 Punkte
                  2. Streichmühle 555 Punkte
                  3. Gelting/Sörup 540 Punkte
                  4. Flensburg West 504 Punkte

Gästepokal: 1. Jan Wiese, KJS Schleswig, 116 Pkte.

Peter Henningsen, Gelting/Sörup veranstaltete wieder in bewährter Weise das Kleinkaliberschießen mit vielen attraktiven Preisen von Sponsoren aus der Region.

KK-Schießen Herren: 1. Tim Marquardsen, 48 Pkte

              1. Niklas-Peter Hahn, 48 Pkte.

KK-Schießen Damen: 1. Mareike Jens, 46 Pkte

              1. Jana Marie Petersen, 46 Pkte
              2. Sonja Petersen, 44 Pkte

KK-Schieß Kinder:

1. Jannis Christensen, 46 Pkte

2. Leon Meißner, 43 Pkte

3. Jette Petersen, 39 Pkte

4. Emelie Petersen, 34 Pkte

5. Henry Hopert, 33 Pkte

6. Jonathan Holm, 31 Pkte

Siegerfoto:

stehend v.li.n.re. Peter Hahn, Streichmühle, Mareike Jens, Gelting/Sörup, Tim Marquardsen, Schafflund, Wolfgang Petersen, Schafflund, Rene Hinrichsen, Schafflund, Daniel Parzentny, Schafflund.

Kniend v. li. N. re. Anke Jens, Gelting/Sörup, Silke Jens, Gelting/Sörup, Brigitte Richter, Streichmühle

Goldene Ehrennadel für „Bläser-Mandi aus Steinbergkirche“

von Rolf Grothkopf

Als „Bläser-Mandi aus Steinbergkirche“ ist sie im ganzen Land bekannt: die 56-jährige Mandi-Rose Wargenau-Hahn, wurde vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Damit ist sie die derzeit einzige im Land, die diese Ehrennadel trägt. Seit 1992 betreut sie auf Kreisebene  im Amt der Kreisbläserobfrau  Bläser und Bläserinnen und denkt gerne an viele gemeinsame musikalische Veranstaltungen zurück.

1994 richtete sie erstmals den Landesbläserwettbewerb in Glücksburg aus. Im selben Jahr folgte dann auch die Wahl zur stellvertretenden Landesbläserobfrau. Seit  2002 steht Frau Wargenau-Hahn als Landesbläserobfrau an erster Stelle und ist damit zuständig für rund tausend Jagdhornbläser im Land zwischen den Meeren.  Geehrt wurde sie mit dieser höchsten Auszeichnung, die der Landesjagdverband zu vergeben hat, für ihre langjährigen und besonderen Verdienste, für, wie es in der Ehrenurkunde heißt,   Erneuerung, Erhaltung und Pflege des Jagdhornblasens.

Der gebürtigen Flensburgerin, gelernte medizinische Assistentin, ist die Liebe zur Jagd und zum Jagdhornblasen quasi in die Wiege gelegt worden. Diesbezüglich war der Vater ihr Vorbild: „Er hat mich infiziert.“ Sie, die 1982 die Prüfung für den Jagdschein ablegte, entdeckte bereits als Sechsjährige ihre Liebe zum Jagdhornblasen. Damals, erinnert sie sich schmunzelnd, holte sie frühmorgens aus dem Schrank eines der väterlichen Instrumente und begann zu blasen: Sie war der Familienwecker und der Stolz ihres Vaters.

Im Gymnasium fand man dieses Naturhorn doch nicht so bedeutend. Also wandte sie sich der Trompete zu und war nun musizierend in der Big Band mit von der Partie.

Die Liebe der dreifachen Mutter, die seit einigen Jahren federführend im Schulcafé der Gemeinschaftsschule Sterup tätig ist, zur Musik und dabei vor allem zu Hörnern der unterschiedlichen Art ist von Kindesbeinen an ungebrochen. Zum Fundus der „Bläser-Mandi aus Steinbergkirche“ gehören neben B- und ES-Parforcehörnern auch ein Tuchola-Heidehorn aus Polen, eine schwedische Birkenholz-Lure, ein Alphorn, ein Kuhhorn und der „Sauerländer Halbmond“, um nur einige zu nennen. Mit allen steht sie auf musizierend gutem Fuß, so erreichte sie in den Jahren 1985 und 1986 den Titel der Landesmeisterin im Einzelblasen.

Sie hat es sich, wie Mandi-Rose Wargenau-Hahn ihr Selbstverständnis umschreibt,  zur Aufgabe gemacht, „das Jagdhornblasen als ein wunderschönes überliefertes Kulturgut in unserem jagdlichen Brauchtum zu erhalten, zu fördern und zu pflegen“. Und so hat sie, 1988 das Jägerbläsercorps Streichmühle, die Jugendgruppe  B-Hörnchen – Streichmühle und 1999 die Angeliter Parforce ins Leben gerufen – alle Gruppierungen sind bei Wettbewerben mehrmals Landesmeister geworden. Bei alledem liegt der „Bläser-Mandi“ die Förderung der Jugend am Herzen. Da organisiert sie wie erst vor wenigen Wochen Jugend-Bläser-Freizeiten auf Landesebene. Hinzu kommen jährlich stattfindende Fortbildungsseminare – auch für Erwachsene. Wichtig ist ihr dabei, den Einklang von Musik und Natur zu vermitteln. Dank ihres Engagements war Schleswig-Holstein in vielen Bereichen des Jagdhornblasens Wegbereiter für Neuerungen – und das brachte ihr viel Lob und auch Nachahmer aus anderen Bundesländern ein.

Das Engagement von Mandi-Rose Wargenau-Hahn findet in der Landesbläserschaft große Anerkennung. Einen besonders hohen Stellenwert haben die Hubertusmessen auf Landesebene. Sie finden alle zwei Jahre statt und werden von einer jeweils anderen Kreisjägerschaft ausgerichtet – im vergangenen Jahr im Ratzeburger Dom und 2015 in Segeberg.  Diese Veranstaltungen locken  Besucher auch von jenseits der schleswig-holsteinischen Grenzen ins Land. Die  Landesbläserobfrau ist ehrenamtlich tätig mit Sachverstand, Freude und Passion und hinterlässt in der Öffentlichkeit positive Eindrücke der Jägerschaft. Sie ist darüberhinaus  vom Deutschen Jagdverband ausgebildete Wertungsrichterin  für Jagdhornbläserwettbewerbe auf Landes- und Bundesebene und hat diverse Seminare als Übungsleiterin absolviert.

 

 

Jäger ehren die Schöpfung

Kreisjägerschaft feiert Hubertusmesse mit Jagdhornbläsern in der Katharinen-Kirche GELTlNG

In der festlich geschmückten Katharinen-Kirche zu Gelting zelebrierten Jagdhornbläser aus Gelting und Sörup, das Jagdbläsercorps Streichmühle, die ,,Angeliter Parforce“ sowie die örtliche Pastorin Janine Linde sowie Maren Schröder aus Drelsdorf eine eindrucksvolle Messe zu Ehren des Heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Waidmänner.

Hegeringleiter Bernd Marquardsen aus Rabenholz verlieh im Namen der Kreisjägerschaft seiner Freude über die große Besucherzahl Ausdruck und wertete diese als ,,Lohn und Anerkennung unserer Arbeit und unseres jagdlichen Brauchtums,,. Der Hegering.der nach 2008 wieder eine Hubertusmesse in Gelting ausrichte,  wolle mit der Veranstaltung einmal mehr bewusst machen, dass ,,wir mit der Natur und den uns anverrrauten Tiere sorgsam  umgehen“. Zwischen dem ,,Introitus“ zu Beginn und dem ,,Sortie de Messe‘, zum Schluss, intontiert von der Angeliter Parforce, wurde eine Messe gefeiert, die ,,unter die Haut ging“.

Mit der Hubertumesse, so Pastorin Janine Linde, werde die Bedeutung der Schöpfungsgeschichte unterstrichen. Ihre Amtskollegin Maren Schröder, selbst passionierte Jägerin, betonte in ihrer predigt, dass das Jäger-Dasein eine Gratwanderung bedeute. Es gehe um das verantwortliche  Handeln im Sinne von Hege und Pflege, um den Erhalt des Gleichgewichts in der Natur, die Wiederherstellung dessen, was der Mensch zerstört habe. Die Jäger müssen sich ihres Handelns stets bewusst sein Überheblichkeit sei fehl am Platze. Es gelte, den Tieren als Mitgeschöpfen den ihnen gebührenden Respekt zu zu zollen. So sah es auch Walter Bruhn aus Kronsgaard mit seinen ,,Gedanken als Jäger“. Es gelte, die Schöpfung mit all ihren Geschöpfen zu ehren: Der Mensch dürfe sich nicht über Leben und Natur erheben, dürfe Pein und Willkür nicht dulden. Nach dem Auszug der Bläser aus der Kirche waren sie es, die in ihren Hörnern die Kollekte der Besucher entgegennahmen. Die Kollekte verbleibt zur einen
Hälfte bei den Bläsern, die andere Hälfte erhält die Geltinger Kirchengemeinde.

Dazu Bernd Marquardsen: ,,Als Spende der Jägerschaft für die Anschaffung der neuen Kirchenglocken.“

Ursel Köhler (Flensburger Tageblatt)

 

 

Terminankündigung

 

NORDERBRARUP (von Claus Kuhl, Flensburger Tageblatt)

Die Kirchengemeinde Norderbrarup lädt am Sonntag, 9.November 2014, um 18.30 Uhr in der Sankt Marienkirche Norderbrarup zur Hubertusmesse ein. Die Angeliter Parforce (Foto), unter der Leitung von Landesbläserobfrau
Mandi-Rose Wargenau-Hahn gestaltet dabei den musikalischen Teil. Liturgie und Predigt liegen in der Hand von Pastor Jörg Jackisch. Bereits ab 18 Uhr stimmen die Jagdhornbläser der Hegeringe I Norderbrarup und II Südangeln unter der Leitung von Rüdiger Kubalek mit einem jagdlichen Konzert in der Kirche auf die Messe ein. Der heilige Hubertus ist der Schutzpatron aller Waidmänner. Ihm ist die Hubertusmesse, die aus alten traditionellen Jagdsignalen und chorartiger kirchlicher Musik besteht, gewidmet. In ihr ist ein ständiger Wechsel zwischen glockengleich läutenden jagdlichen Elementen und liturgischem Chorgesang zu erkennen. Der Eintritt ist frei.

Fotos: Evi Grothkopf

 

 

Erste Hubertusmesse der ANGELITER PARFORCE in Dänemark

Bericht und Fotos Rolf Grothkopf

Am 08. November 2014, um 19:00 Uhr, wurde nach einer sehr kurzen Vorbereitungszeit und auf Einladung süddänischer Jäger in die romanische Sanct Salvator Kirche zu Kliplev,  die erste Hubertusmesse mit der Parforcehorngruppe ANGELITER PARORCE unter Leitung der Landesbläserobfrau Mandi-Rose Wargenau-Hahn zelebriert.

„De Soenderjyske Herredsblaesere“ aus Apenrade intonierten ein sehr schönes halbstündiges Konzert auf B-Hörnern vor dem Gottesdienst und begrüßten den Einzug der Pastoren und der Parforcehornbläser in die Kirche mit dem „Fürstengruß“ nach dänischem Gusto.

Den Gottesdienst in der herbstlich dekorierten Kirche gestalteten die beiden Pastoren Frau Charlotte Roerdam Kristensen und Herr Joergen Peder Joergensen aus Apenrade auf dänisch mit einer erfrischenden, daher von unseren Gewohnheiten leicht abweichenden Liturgie.

Die Orgel spielte Dr. Detlef Bielefeldt aus Flensburg in altbewährter guter Zusammenarbeit mit den Parforcehornbläsern.

 Insbesondere die Partien aus der „Grande Messe de St. Hubert“ zusammen mit der Orgel, arrangiert von Prof. Uwe Bartels, berührten die Gemüter der Gottesdienstbesucher in ganz besonderer Weise. Dieser Klanggenuss, aus virtuosen Solopartien von Mandi-Rose Wargenau-Hahn und Traudl Stoll und dem kraftvollen Tutti des Gesamtensembles, war den überwiegend dänischen Gottesdienstbesuchern so noch nicht präsentiert worden. Lang anhaltender Applaus nach der Messe durch die Gottesdienstbesucher war verdienter Lohn für die Musiker.

 Zu den hochrangigen Gottesdienstbesuchern gehörten u. a.  der Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein, Herr Dr. Baasch mit Gattin, sowie der Präsident der süddänischen Jägerschaft, Herr Claus Lind Christensen.

Nach dem Gottesdienst bedankten sich die dänischen Jäger mit einem „Smoerrebroed“ und einem „Oel“  im Gemeindehaus bei allen Akteuren. Viele gemeinsame Gespräche und Fachsimpeleien mit den dänischen Jägern (zum Glück auf deutsch) sorgen jetzt noch für nachhaltige Eindrücke. Die „grenzüberschreitenden“ Verbindungen zwischen Süddänemark und Schleswig-Holstein in der Jägerschaft sollen in der Zukunft weiter ausgebaut und gefestigt werden.  Ein besonderes „Dankeschön“ gebührt Herrn Peter Rosenberg Bladt und seinen Helfern aus Apenrade für die Einladung, die Organisation, die Dekoration in der Kirche und das leckere „Smoerrebroed“. Wir kommen gerne wieder.

 

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